S02/E23 - Anti-Psychiatrie Teil 3. THOMAS SZASZ

Shownotes

Psychologie Wolke

Ärzteblatt

Thomas Szasz Buch: The myth of mental illness

Artikel auf Foucault.de

Brief Timothy Leary an Thomas Szasz

In diesem dritten Teil der Anti-Psychiatrie-Folge geht es um den amerikanischen Psychiatrie-Professor Thomas Szasz.

Zur Person:

  • US-amerikanischer Psychiater mit ungarischen Wurzeln
      1. April 1920 als Tamás István Szász in Budapest; † 8. September 2012 in Manlius, New York
  • Szasz emigriert 1938 in die USA (während Kriegszeiten), studierte Medizin und Psychiatrie - anschließend machte er eine psychoanalytische Ausbildung in Chicago und eröffnete 1948 eine Praxis
  • 1956 wurde er zum Professor für Psychiatrie in New York, 1990 emeritiert
  • Bekannt wurde er im Rahmen seiner Psychiatriekritik - hierbei vor allem durch seine Kritik an den moralischen und wissenschaftlichen Grundlagen
  • Buch "the myth of mental illness"

Szasz war kein klassischer Anti-Psychiater:

"Ich wehre mich energisch gegen die Antipsychiatrie. Meine Kritik richtet sich ausschließlich gegen psychiatrischen Zwang. Das selbst-stigmatisierende Etikett „Antipsychiatrie“ war ein Gemeinschaftsprodukt von Ronald D. Laing und David Cooper. So wäre es zum Beispiel völliger Unsinn, einen Mediziner, der Zwangsbehandlung auf dem Gebiet der Dermatologie kritisiert, einen „Antidermatologen“ zu nennen oder einen Kritiker der Onkologie „Antionkologen“ oder einen kritischen Augenarzt einen „Antiaugenarzt“. Genauso unsinnig ist es, einen Kritiker psychiatrischer Zwangsbehandlung einen „Antipsychiater“ zu nennen. Dieser Begriff zeigt eigentlich nur, dass sich die Psychiatrie ausschließlich über Zwang definiert, nicht über Heilungsabsicht."

Folgende Thesen von Szasz bespreche ich in dieser Folge:

  1. Psychologische Definitionen sind unklar oder unvollständig
  2. Psychiatrien praktizieren "grausames Mitleid"
  3. Geisteskrankheit ist nicht etwas, was ein Mensch hat, sondern was er tut oder ist.

Viel Spaß mit dieser Folge!

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